Szenengespräch 27.06.2016 – Erste Ergebnisse

Die Vorstände von Schlachthaus und Dampfzentrale haben Angehörige der in den beiden Häusern repräsentierten Sparten Theater, Tanz, Musik, Performance und Club am 27. Juni 2016 zu einem Treffen eingeladen.  Im Zentrum der Diskussion stand die Frage, ob und inwiefern die Anliegen der Szenen mit den beiden präsentierten Modellen (seit dem 27.06.2016 auf dieser Webseite einsehbar) umgesetzt werden können.

Die Diskussion in Spartengruppen wurde als lebendig, konstruktiv und kritisch erlebt. Eine erste Sichtung ihrer Ergebnisse zeigt folgende Standpunkte und Tendenzen:

Programmkommission und Mitsprache

Problematisch wird bei beiden Modellen die Idee der Programmkommission PK gesehen. Als Gründe werden u.a. genannt:

  • Es erscheint unrealistisch, 5-7 Leute zu finden, die fachlich kompetent sind, in einem Kollektiv arbeiten wollen und die notwendige Zeit aufbringen können
  • Um professionell arbeiten zu können bräuchte es grössere Pensen
  • Um 5 Sparten repräsentativ abzubilden, bräuchte es mehr als 5 – 7 Personen.
  • Die Stadt ist zu klein für eine PK dieser Grösse, Interessenskonflikte sind unvermeidlich

Aus der Kritik an der Idee der Programmkommission ergibt sich unabhängig von einem Modell, dass es generell sinnvoller erscheint, Mitsprache nicht über die Programmierung zu institutionalisieren.  Als Alternativen werden z.B. vorgeschlagen:

  • institutionalisierter Austausch zwischen Szenen und Häusern
  • Einsetzung eines Beirats als Brückenbauer zwischen Anliegen der Szenen und dem Haus
  • Einsitz der Szenen im Vorstand
  • Mitsprache bei der Wahl der künstlerischen Leitung und der Programmkommission

Im Vergleich der Modelle wird Modell 2 kritischer eingeschätzt. Eine komplette Zusammenführung der beiden Häuser wird mehrheitlich abgelehnt. Alternativen zu beiden Modellen werden skizziert. Die Aussagen hierzu und zu weiteren Themen müssen in einem nächsten Schritt von den Vorständen bzw. der von diesen delegierten Spurgruppe vertieft analysiert werden.

Die Ergebnisse des Treffens werden in die weiteren Arbeiten und in die Entscheidungsfindung der Vorstände einfliessen. Diese werden bis Ende Jahr zu Handen der beiden Vereine und der Abteilung Kulturelles einen Vorschlag zur Ausgestaltung der künftigen Zusammenarbeit erarbeiten.

Szenengespräch 27.06.2016

Schlachthaus und Dampfzentrale laden Angehörige der in den beiden Häusern repräsentierten Sparten Theater, Tanz, Musik und Performance am 27. Juni 2016 zu einem Treffen ein.

Mit dem Treffen werden zwei Ziele verfolgt:

  1. Überprüfung, Aktualisierung, Konkretisierung der im Herbst 2014 formulierten Anliegen an die beiden Häuser.
  2. – Vorstellung der Kooperationsmodelle
    – Prüfung, inwieweit mit den beiden Modellen die Anliegen der Szenen umgesetzt werden können.

Das Treffen wird es ausserdem ermöglichen, dass die Vertreterinnen und Vertreter der einen Sparte die Anliegen der andern Sparten besser kennen lernen.

Das von den beiden Vorständen als Diskussionsgrundlage verabschiedete Papier zu den beiden Modellen wird hier zur Einsicht zur Verfügung gestellt.

Kooperationsmodelle SH_DZ Juni 2016_V.1.1

Abschluss zweite Phase Kooperation DZ–SH – aktueller Stand 18.12.2015

Die Arbeitsgruppe aus Mitgliedern der Vorstände von Dampfzentrale und Schlachthaus Theater hat die zwei Kooperationsszenarien weiter konkretisiert. Diese wurden mit den beiden Geschäftsleitungen besprochen, der Abteilung Kulturelles der Stadt vorgestellt und von den beiden Vorständen für die weitere Diskussion verabschiedet.
Eines der Szenarien geht von zwei weiterhin eigenständigen Institutionen aus, die in gewissen Bereichen oder zu bestimmten Projekten strategische Kooperationen eingehen.
Das andere Modell geht von der Idee einer ganz neuen Gesamtorganisation aus, die von einem künstlerischen und betrieblichen Kollektiv geleitet wird.
Diese beiden Modelle sollen in den nächsten Monaten vor allem mit den beiden Geschäftsleitungen, den Betrieben, den Vereinen und Szenevertretungen weiter diskutiert und entwickelt werden, um grössere Klarheit über Machbarkeit und möglichen Mehrwert einer Kooperation zu erlangen. In einem nächsten Schritt wird definiert, wie und wann diese Gespräche stattfinden sollen.

Parallel dazu haben die beiden Geschäftsleitenden die Arbeiten an den Kooperationsprojekten weitergetrieben. Zum ersten der beiden grösseren Projekte wurde eine Ausschreibung veröffentlicht, die nachfolgend auszugsweise wiedergegeben wird:
Ausschreibung «Herbstatelier»
Bewerbungsschluss: 30. November 2015
Das Schlachthaus Theater und die Dampfzentrale Bern entwickeln im Rahmen ihrer 
Partnerschaft («1+1=3») aktuell Projekte, die gleichzeitig die lokale Szene stärken und 
das Interesse von neuem Publikum wecken sollen. In diesem Rahmen werden die
beiden Häuser Mitte nächsten Jahres das Projekt «Herbstatelier» lancieren.
Bei «Herbstatelier» handelt es sich um ein Austausch-Projekt zwischen drei/vier
 Kollektiven/KünstlerInnen aus der Region Bern mit drei/vier ausländischen 
Kollektiven/KünstlerInnen.
Die Herbstateliers werden zwischen dem 22. September bis 9. Oktober 2016 in den Räumen von Schlachthaus Theater und Dampfzentrale Bern stattfinden.
Sobald die Arbeiten am zweiten grösseren Projekt, das ganz anders ausgerichtet sein wird und 2017 durchgeführt werden soll, entsprechend gediehen sind, wird darüber informiert werden. Neben diesen beiden Grossprojekten kooperieren beide Häuser ab Januar 2016 intensiver in den Bereichen Vermittlung und Kommunikation.

Die beiden Vorstände sind überzeugt, auf gutem Weg zu sein, die sinnvollen und zukunftsweisenden Optionen einer Kooperation zu prüfen.

Zweite Phase Kooperation DZ–SH – aktueller Stand 12.10.2015

Im Frühsommer 2015 trafen sich die beiden Vorstände zu einer Retraite, um mögliche Kooperationsformen der beiden Häuser zu diskutieren. Im Anschluss daran wurde eine Arbeitsgruppe mit Vertreterinnen der beiden Vorstände beauftragt, die Resultate aus dieser Retraite zu möglichen konkreten Szenarien der Zusammenarbeit zu verarbeiten.

Mitte September stellte diese Spurgruppe den beiden Vorständen die Resultate ihrer Überlegungen vor. Im Zentrum der Diskussion stand die Frage, auf welcher Ebene (Programmierung, operative und strategische Leitung) eine Kooperation der beiden Häuser sinnvoll und zielführend ist. Zudem wurde diskutiert, in welcher Form die verschiedenen Szenen (Theater, Tanz, Performance, Musik, Club) in die Programmierung institutionell eingebunden werden könnten. Die beiden Stossrichtungen „vertiefte Zusammenarbeit“ und „Einbezug der Szene“ sind unbestritten.

Die Arbeitsgruppe ist nun beauftragt worden, ihre Vorschläge weiter zu konkretisieren. Sie wird in einem nächsten Schritt die Rückmeldungen aus den Vorständen in die erwähnten Szenarien integrieren. Diese sollen als Diskussionsgrundlage für Gespräche in den beiden Häusern, mit der Stadt (Abteilung Kulturelles), den Vereinen sowie Vertretern der Szenen dienen. Diese Gespräche und die weitere Konkretisierung werden einige Zeit in Anspruch nehmen. Sobald der Fahrplan definiert ist, wird er kommuniziert werden. Sicher ist, dass spätestens im Frühjahr 2017 die Entscheide der beiden Vereine bezüglich der Kooperation der beiden Häuser vorliegen müssen, damit der bzw. die Leistungsverträge für 2018 und 2019 mit der Stadt rechtzeitig ausgehandelt werden können.

Parallel zur Arbeit an den grundsätzlichen Fragen haben die beiden Geschäftsleitungen Vorschläge für konkrete Kooperationsprojekte für die Jahre 2016 und 2017 ausgearbeitet und den beiden Vorständen in einer gemeinsamen Sitzung vorgestellt. Nach einer weiteren Konkretisierung soll das Beitragsgesuch für 2016 bei der Abteilung Kulturelles eingegeben werden, wo dafür CHF 200’00 eingestellt sind. Danach soll eine interessierte Öffentlichkeit über die geplanten Projekte informiert werden.

Zweite Phase Kooperation DZ – SHT – Vertiefung zweier Szenarien

Zwei der in der ersten Prozessphase entwickelten Szenarien (vgl. den Bericht zur ersten Phase auf dieser Plattform) werden in der zweiten Phase weiterentwickelt.

Zum einen haben die beiden Geschäftsleitungen von den Vorständen den Auftrag erhalten, Pilotprojekte zum Szenario 3 „1 + 1 = 3“ durchzuführen. Dieses Szenario bedeutet:
Beide Organisationen bleiben ähnlich wie heute, kooperieren aber intensiv im sogenannten „Zwischenraum“, also in Bereichen und Aktivitäten, die für beide Häuser neu sind. Das Projekt oder die Projekte sollen in der Saison 2016/17 umgesetzt werden. Maike Lex und Georg Weinand haben intensiv daran gearbeitet. Nach einem Austausch mit VertreterInnen der Szenen werden sie ihre Ideen nach den Sommerferien mit den beiden Vorständen diskutieren und das weitere Vorgehen festlegen.

Zum andern vertiefen die beiden Vorstände das Szenario 2, die gremiengesteuerte Institution. Dieses Szenario bedeutet:
Schlachthaus und Dampfzentrale werden nicht mehr unabhängig von je einer einzelnen künstlerischen Leitung geführt, sondern gemeinsam von einer Gruppe von Personen – einem Gremium -, die für die künstlerische Ausgestaltung des Programms zuständig sind. Neben diesem Gremium braucht es weiterhin Personen und eine Struktur für die Führung des Betriebs.
Die Vorstände haben sich zu einer ersten Klausur getroffen. Die Ergebnisse lassen sich folgendermassen zusammenfassen:
Die Gespräche zwischen den Vorständen des Schlachthauses und der Dampfzentrale fanden in einer angenehmer Atmosphäre statt und waren von einem sehr konstruktiven Geist geprägt.
Es wurde die Arbeitsthese formuliert, dass eine gemeinsame Bespielung der beiden Häuser zu einer Stärkung der lokalen Szenen und der kulturellen Teilhabe führen und Vorteile für die Nachwuchsförderung bringen kann. In diesem Sinne sind die Vorstände überzeugt, dass eine engere Zusammenarbeit mehr Chancen bietet als Risiken birgt.
Unter dem Aspekt eines adäquaten Einbezugs der Szenen steht nun die Überprüfung, ob eine gremiengesteuerte Institution die passende Organisationsform sein könnte.

Die Ergebnisse dieser Diskussion werden ab Herbst 2015 mit den Szenen besprochen.

Abschlussbericht erste Phase Kooperationsprozess Schlachthaus Theater – Dampfzentrale

Die erste Phase des Prozesses zur Prüfung von Kooperationsmöglichkeiten zwischen Dampfzentrale und Schlachthaus Theater ist Ende 2014 mit der Formulierung von möglichen Szenarien abgeschlossen worden. Die diese Phase moderierende Firma hat dazu einen Bericht verfasst, der hier in leicht gekürzter Form zugänglich gemacht wird

Kooperation DZ-SHT_2014_Bericht_Auszug kulturtransparent.

Schreiben von ACT und Antwortschreiben der Abteilung Kulturelles

Das Schreiben von ACT (Berufsverband der Freien Theaterschaffenden) vom 13. Februar 2015 an Abteilung Kulturelles, Schlachthaus Theater und Dampfzentrale umfasst einen Brief und eine „Modellskizze Starkes Freies Theater“.

ACT 02.15__Schlachthaus_DZ brf_150326_an ACT

 

Das Antwortschreiben der Abteilung Kulturelles vom 26. März 2015 klärt Voraussetzungen und den nächsten Schritt des Kooperationsprozesses von Dampfzentrale und Schlachthaus Theater; ein Gespräch mit der freien Theaterszene wird in Aussicht gestellt.

brf_150326_an ACT

Erste Resultate vom Workshop mit der freien Szene vom 18. August 2014

Hier eine erste Zusammenfassung und Übersicht zu den Resultaten des Workshops vom 18. August 2014 in Bern. Mit dabei an den 2 intensiven World-Café-Gesprächsrunden waren 40 Teilnehmende, rund 10 Personen hatten sich abgemeldet.

Im Fokus standen die Fragen: Was braucht die freie Szene in Bern? Welche Ideen oder Vorschläge gibt es, wie sich die freie Szene gut weiterentwickeln kann? Und was könnten die beiden Kulturhäuser Dampfzentrale und Schlachthaus konkret tun, um die das Kulturschaffen der freien Szene zu stärken?

Herzlichen Dank für die engagierte Mitarbeit von allen!

Die Spurengruppe von Dampfzentrale und Schlachthaus Theater trifft sich am 3. September zum nächsten Mal, um die Resultate zu bearbeiten.

ResumeWS18August – ein Wortprotokoll

2014Aug18_WorkshopFreieSzene – ein Fotoprotokoll (1,5 MB)

Teilnehmende-Workshop18.August2014

Brief von Stadtpräsident Alexander Tschäppät an die Dampfzentrale und das Schlachthaus Theater

Hier der Brief vom Berner Stadtpräsidenten Alexander Tschäppät vom 16. August 2014 an die beiden Präsidentinnen von Dampfzentrale und Schlachthaus Theater Bern. Damit wird beiden Organisationen für die Auslotung der verschiedenen Zusammenarbeits-Szenarien die nötige Zeit eingeräumt.

Brief Stadtpräsident

Kooperation von Schlachthaus Theater und Dampfzentrale – Antwort der Abteilung Kulturelles der Stadt Bern

Die Abteilung Kulturelles der Stadt Bern hat Anfang Juli von ACT, dem Berufs­verband der freien Theaterschaffenden, schriftlich formulierte Anliegen entgegengenommen, insbesondere Anliegen im Zusammenhang mit dem Projekt Zusam­menführung von Schlachthaus Theater und Dampfzentrale. Sie wurden von ACT bereits vor einigen Wochen auf deren Internetseite aufgeschaltet: http://www.a-c-t.ch/kulturpolitik/petition-schlachthaus/  

Die Abteilung Kulturelles nimmt dazu in einem Antwortbrief an ACT Stellung: Antwortbrief auf das Schreiben von ACT